Dr. med. Andreas Schulte-Roth D.O. - Facharzt für Orthopädie - Naturheilverfahren - Akupunktur - Manuelle Medizin

Schonend behandeln !

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Behandlungsschwerpunkte - Stoßwellen-Therapie

Pseudarthrose - Falschgelenk
Pseudarthrose

Pseudarthrose (altgriech. ψευδης pseudes falsch und ἄρθρον arthron Gelenk) bezeichnet das Ausbleiben der Heilung einem Knochenbruch oder einer künstlichen Knochendurchtrennung nach Ablauf von sechs Monaten seit dem Ereignis.
Begriff

Synonyme der Pseudarthrose sind Falschgelenk, Scheingelenk und Pseudogelenk. Wenn die Frakturheilung in einem Zeitraum von vier bis sechs Monaten nach dem Trauma noch nicht abgeschlossen ist, wird von einer verzögerten Frakturheilung gesprochen. Von einer Pseudarthrose betroffene Knochen sind häufig Schaftbrüche langer Röhrenknochen (Unterschenkel, Oberschenkel, Oberarm und Elle mit Speiche) sowie das Kahnbein. Ferner gibt es angeborene Pseudarthrosen, z. B. am Schienbein. Es werden zwei spezielle Formen unterschieden:
Die
vitale Pseudarthrose läßt eine ausreichende Vaskularisation erkennen, jedoch besteht eine Instabilität der Fraktur. Dagegen zeigt die avitale Pseudarthrose neben einer Instabilität zugleich eine mangelhafte Durchblutung, oft auch infizierte Areale oder Sequester.
Ursachen

Als mechanische Faktoren für die Entstehung einer Pseudarthrose gelten folgende Ursachen:
  • Interposition von Weichteilen in den Frakturspalt
  • Dislokation bzw. Distraktion (Auseinanderziehen der Bruchenden)
  • geringe Kompression auf dem Frakturspalt, z. B. durch eine dynamische Kompressionsplatte
  • mangelhafte Ruhigstellung oder zu frühe Mobilisierung.
Zu den morbiden Faktoren zählen:
  • Verzögerte Kallusbildung
  • ungenügende Blutversorgung
  • Infekt
  • Gewebeverlust
  • systemische Krankheiten wie Diabetes mellitus oder eine arterielle Verschlusskrankheit.
Symptome

Pseudarthrosen führen häufig zu dauerhaften Funktionseinschränkungen und anhaltenden Schmerzen. Weitere Merkmale sind abnorme Beweglichkeit und ein Pseudarthrosespalt mit reaktiver Sklerosierung in der Umgebung im Röntgenbild.
Therapie

Bei einer hypertrophen vitalen Pseudarthrose, deren Merkmale eine ausreichende Blutversorgung, eine breite Zone von Faserknorpelbildung sowie eine hohe Ossifikation sind, ist diese Therapie angezeigt:
  • Verbesserung der mechanischen Rahmenbedingungen (z. B. durch Plattenosteosynthese, Marknagel oder Ringfixateur)
Im Fall einer atrophen avitalen Pseudarthrose, deren Kennzeichen eine verminderte Durchblutung und ausbleibende Revaskularisierung durch nekrotische Fragmente sind, ist diese Therapie erforderlich:
  • Ebenfalls Stabilisierung mittels Osteosynthese, Entfernung avitaler und eventuell infizierter Knochenareale, Wiederaufbau des Knochendefektes durch Spongiosaplastik oder Kallusdistraktion.
  • Alternativ bzw. ergänzend zur Spongiosaplastik ist auch eine Behandlung mit Bone Morphogenetic Protein, insbesondere BMP2 und BMP7 möglich.
    Text-Quelle: Wikipedia - freie Enzyklopädie - teilweise überarbeitet
    Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von STORZ-MEDICAL